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Aeugst am Albis. Natürlich offen.

Aeugst begrüsst 2000. Einwohner

Cyrill Stampfli ist der 2'000. Einwohner von Aeugst am Albis

Aeugst am Albis hat die 2'000-er-Grenze durchbrochen. Anlässlich einer kleinen Feier haben Gemeindepräsidentin Nadia Hausheer und Gemeindeschreiber Peter Trachsel den 2'000. Einwohner herzlich begrüsst. Cyrill Stampfli, der sich am 14. Januar 2019 bei der Einwohnerkontrolle angemeldet hat, erhielt vom Gemeinderat einen Korb mit lokalen Spezialitäten vom Dorfstrasslädeli von Ruth Bieri Hamad (dorfstrasslaedeli.ch), dem Landladen der Familie Weiss (der-landladen.ch) sowie einen "Eichhörnli-Chueche" von Margrit Nötzli (apero-natuerlich.ch).

Cyrill Stampfli berichtete, wie er die Vorzüge der ländlichen Umgebung der Gemeinde Aeugst am Albis schätzt. Als Bereiter auf der Pferdesportanlage Weihergut von Barbara und Peter Gautschi hat er neu Wohn- und Arbeitsort unter einem Dach. Gemäss seinen Aussagen zählt diese Pferdesportanlage zu den schönsten der Schweiz. Anhand der faszinierenden Erzählungen von Cyrill Stampfli wird schnell klar, dass Pferd und Reitsport seine grosse Leidenschaft sind. Auch meinte der sympathische junge Mann, dass Interessierte, die einen Blick in die Reitstallungen werfen möchten, jederzeit vorbeischauen dürften.

Zur Dorfentwicklung von Aeugst am Albis

Zwischen 1850 und 1970 lebten in Aeugst am Albis 647 bis 700 Einwohnerinnen und Einwohner. Die Einwohnerzahl war damit über mehr als 100 Jahre ziemlich stabil. Im gleichen Zeitraum hat sich die Einwohnerzahl von Affoltern am Albis vervierfacht, im gesamten Knonauer Amt knapp verdoppelt. Seit 1970 holt Aeugst am Albis jedoch kräftig auf, innerhalb von weniger als 50 Jahren verdreifachte sich die Einwohnerzahl.

Im Jahre 1883 betrugen die Steuereinnahmen 1502 Franken und die nächsten 50 Jahre stiegen sie nicht über 10'000 Franken. Erst im Jahr 1960 konnte die Gemeinde über 100'000 Franken an Steuern einnehmen, 1962 gab es mit fast einer Million und 1968 mit 600'000 Franken je einen sehr erfreulichen Ausreisser nach oben. Grund für diese Ausreisser: die Grundstückgewinnsteuer. Ab 1971 waren die Steuereinnahmen grösser als eine Million, ab 1990 grösser als fünf und ab 2016 grösser als zehn Millionen Franken. Damit war Aeugst in der Liga der wohlhabenden Zürcher Gemeinden angekommen.

Im Knonauer Amt haben unter anderem Kappel, Maschwanden und Rifferswil schützenwerte Ortsbilder von überregionaler, Hausen und Mettmenstetten von regionaler Bedeutung. Der Grund warum dem Ortsbild von Aeugst am Albis nicht dieselbe regionale bzw. überregionale Bedeutung zukommt, liegt wahrscheinlich daran, dass bis in das 20. Jahrhundert hinein Aeugst ein eher armes Bauerndorf mit den bereits erwähnten tiefen Steuereinnahmen war. Reiche Bauern, die zum Teil aus dem Bernbiet kamen, siedelten lieber in tieferen Lagen an (z.B. Rifferswil) und bauten dort schöne Häuser.